Wanderung von Teisendorf nach Höglwörth und Anger

Donnerstag, 17. Juni 2010, mit Inge Döllel – Änderung: Samstag 19. Juni auf Donnerstag 17. Juni verlegt, da es keine Busverbindungen an den Wochenenden gibt. Der Wetterbericht?, ach Gott. Am Mittwoch hat es den ganzen Tag aus allen Kübeln geschüttet, aber mit Gottvertrauen fuhren wir um 07:58 Uhr mit der S-Bahn ab, weiter mit der Reg. Bahn ab Ostbahnhof bis Teisendorf. Ankunft 10:30 Uhr.

Mit Schirm, Charme und Rucksack ausgerüstet verliessen wir den Bahnhof Teisendorf und marschierten in Richtung Teisendorf „City“. Vorher zweigt link’s die Alte Bad Reichenhaller Strasse ab. Direkter Ausgangspunkt für unsere Wanderung. Vor dem Schwimmbad lohnt ein Abstecher zum geologischen  Lehrpfad. Hier sind etwa 150 Steinblöcke zu sehen, die die Eiszeitgletscher nach Teisendorf verfrachtet haben. Daneben liegt der versteinerte Stamm einer  weit über 1000 Jahre alten Eiche. 1981 in 1.50 Meter Tiefe konserviert im Moor gefunden.

Unsere Schritte lenkten uns nun durch’s idyllische Raumsautal. Das Bächlein Ramsau, das vom Höglwörthersee nach Norden fliesst, war unser ständiger Wegbegleiter. Wir streiften die Weiler Ramsau und Eglreit, Wiesen mit blühendem Knabenkraut, Tümpel bewachsen mit der Gelben Teichrose. Wir begeisteten uns von den wunderschön mit Blumen geschmückten Häusern.

In Sichtweite von Anger liegt das Kleinod Höglwörth im Rupertiwinkel und ist eng verbunden mit dem ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift – es war das kleinste und ärmste Kloster im Fürstbistum Salzburg – dessen Gründung zw. 1122-1129 angenommen wird und 1816 an das Königreich Bayern überging. Heute im Privatbesitz der Brauereifamlie Wieninger aus Teisendorf. Die Klosteranlage liegt auf einer Halbinsel im See, umgeben von einer friedlichen bäuerlichen Landschaft. Dort um 12:30 Uhr angekommen machten wir im empfehlenswerten Gasthaus „Zum Klosterwirt“ (wie immer bereits angemeldet) unsere Mittagseinkehr. Anschliessend ein Besuch der Stiftskirche Höglwörth St. Peter und Paul.

Der Blick ins Kirchenschiff hin zum Hochaltar vermittelt die harmonische Zusammenarbeit der Künstler mit Bildern, Stuck und Altäre in diesem licht durchfluteten Kirchenraum, ein ausserordentliches barockes Raumerlebnis. Beeindruckend ist der abgeschlossene Innenhof des Klosters, der mit faustgrossen Kieseln gepflastert ist.
Gemütlich umrundeten wir den kleinen Höglwörther-See,  der vor etwa 10 000 Jahren nach dem Rückzug des Saalachgletschers entstanden ist. Der inzwischen verlandete See ist 13,5 ha gross und 8-10 Meter Tief. Der Weg bescherte uns ein einmaliges Naturerlebnis. Die Spiegelungen im Wasser verleiht der gegenüberliegenden Klosteranlage einen besonderen Reiz. Am Ende des Sees führte uns der ca. 1 km lange Klosterweg vorbei an der Ölbergkapelle rauf nach Anger.

Das Dorf Anger erhebt sich auf den Bergrücken des Högels und zeichnet sich durch seine weithin sichtbare Lage auf dem nach drei Seiten steil abfallenden alteiszeitlichen Nagelfluhblock aus. Die 300 m lange Dorf- und Gemeindewiese, die auch heute das Ortsbild mitbestimmt, war für die Namensgebung entscheidend. Erhaben thront die Mariensäule inmitten des Dorfplatzes.

Nach König Ludwig I. das schönste Dorf in Oberbayern. Wir besuchten noch die weithin sichtbare Kath. Pfarrkirche Kirche Mariä Himmelfahrt. Den Altarraum beherrschend,  schwebend, die Patronin der Kirche, eingerahmt von drei Rosenkränzen und sechs Putten.

Jede Menge Putten

Von Anger brachte uns dann der RVO-Bus nach Teisendorf Bahnhof. Dort Abfahrt 17:32 Uhr Richtung München. Da  war doch noch was?, ach ja, es hat den ganzen Tag nicht einen Tropfen geregnet. Nach Traunstein hat es aus allen Kübeln gegossen. Das war uns aber auch wurscht. Wir hatten einen so schönen Tag, vor lauter Schööön war es kaum auszuhalten.

Tourenleitung und Bericht: Inge Döllel
Teilnehmer: Bacher Helga, Bachmair Maria, Erl Hermann, Faltlhauser Paul, Felbinger Maria
Hellinger Betty, Irl Karin, Köppen Jochen, Kreibich Herbert, Kretschmann Gerti, Loidl Marille, Numberger Herta, Ottmann Günther, Pompl Maria, Ritzer Marianne, Schuster Christine, Sieger Paula, Sperle Meta, Stangl Maria, Zuther Leni

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