Winterwanderung im Bayerischen Wald

Sonntag, 28. Februar 2010, mit Sonja Schupsky – Nun, der Wetterbericht verhieß für den geplanten Sonntag im Bayerischen Wald gar nichts Gescheites – aber es kam keine Tourenabsage, hmm…? Am Sonntagmorgen um 7 Uhr regnete es und da hoffte ich, Sonja schickt mich wieder ins Bett. Ich hoffte vergeblich!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es wurde ein wunderbarer Tag! Neun, noch etwas skeptische Teilnehmer, machten sich um 8 Uhr in der Früh auf den Weg nach Dingolfing / Deggendorf, rauf zur Rusel (Mann, hat’s da noch viel Schnee!), drüben wieder runter und links ab nach Bischofsmais. Die geplante Wanderung vom Ruselabsatz zum Landshuter Haus wäre nur mit Langlaufskiern oder Schneeschuhen möglich gewesen, deshalb die Änderung. Bei Ankunft leichter Regen – jetzt kann uns aber nichts mehr erschüttern, denn es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, höchstens schlechte Kleidung. Bald nach dem Ort, vorbei an der Wastlsäge, biegt der Weg beim Morada-Hotel nach rechts ab und verläuft auf schneegewalztem Weg im mäßigen Aufwärts in Richtung Habischried. Der Regen war vorbei, die grauen Wolken rissen auseinander, ein immer größerer hoadana Fleg (blauer Himmelsfleck) zeigte sich, welch eine Überraschung! Mit vielen aaah’s wurde die Sonne begrüßt!

Dunkle und helle Wolken, Sonne und wieder keine Sonne, leichter Wind und wieder keiner, so ging’s dahin über Unterbreitenau, zur Talstation der Geißkopfbahn und auf breitem, gespurten Weg mal steiler, mal flacher hinauf zum Landshuter Haus. Das war ursprünglich ein Bauernhaus, eines der sechs Lehen, welche auf der Oberbreitenau standen, längst zu einem stattlichen Berggasthaus ausgebaut. Hier war willkommene Einkehr! Die großen Stubenfenster lassen uns weit ins Land schauen. Der Bayerische Wald ist wirklich eine wunderschöne Landschaft, man sollte da öfter hin fahren. Soooo weit ist er ja wieder nicht weg (bis zum Ausgangspunkt 1 ½ Stunden Fahrzeit).

Einkehr im Landshuter Haus

Nach ausgiebiger Rast und allerlei Verzehrtem machten wir uns auf den Rückweg (Abstieg wie Aufstieg) und konnten zu unser aller Überraschung in südlicher Richtung die lange Kette der Alpen erkennen. Dass der Föhn bis in den Wald reicht war mir neu. Am Parkplatz angekommen, fing es wieder leicht zu regnen an, aber das war ja jetzt wirklich egal! Mit großer Freude bedankten wir uns bei Sonja über den gelungenen Tag (und ich tät’ mich sonst wo hin beißen, wäre ich nicht dabei gewesen…). Die schlauen Uhren und Messgeräte zeigten an, dass wir 415 Hm hinauf gestiegen und 5 Stunden und 48 Minuten unterwegs waren. Beim Nachhausefahren bestaunten wir das wunder-bare, alles überstrahlende Licht über den Alpen, während über dem Wald und weit ins flache Land hinein jetzt dicke, graue Wolken hingen.

Sonnenkinder

Mit dabei waren:
Hans Sterr, Annemarie und Dieter Scholz, Ingeborg Kanacher, Sepp Kirmair, Helmut Hartmann, Birgit Baumgarten, Gast Brigitta Hinsche und Erika Wenhart (Bericht).

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