Fortbildung “Skitouren mit Kindern”

Für Familiengruppenleiter – Sonntag, 03.1.2010 bis Mittwoch 6.1.2010 in Hindelang – Wir besuchten auf der Anfahrt ein kleines Skigebiet (Buron) am Grüntensee, das zwar schönen Neuschnee hatte, aber leider keine Unterlage darunter. Die armen, frisch gewachsten Skier! Dennoch war es gut, wenigstens einmal, vor der ersten Skitour in diesem Winter, auf Skiern gestanden zu sein.

Standort war die Jugendbildungsstätte in Hindelang. Am Sonntag Abend gab es gleich eine Theorieeinheit, bevor wir am Montag ins Gunzesriedertal aufbrachen, wo Anton die erste Skitour seines Lebens ging. Circa 500 Höhenmeter, Richtung Rangiswanger Horn. Die Sonne schien, es war eisig kalt (-12 Grad), die Neuschneeauflage weich, aber bis 1200m leider drunter nur Gras, oberhalb eine tragfähige Altschneedecke. Anton hatte einen Tourenbindungseinsatz in seinen Völkl Racer Pistenskiern (Secura fix), damit lief er ein bisschen wie auf Stelzen. Nach dem ersten Anstieg, auf dem er recht stakste, ging es lange einen Fahrweg entlang und dabei baute Anton Vertrauen zum Material auf. Nach der geraden Wegstrecke hatte er das Ziehen der Skier schon ganz gut drauf.

Bei der Mittagspause wurden Schneeburgen und Wälle gebaut. Nach dem nächsten Hang weigerte sich Anton weiterzugehen, wie sich herausstellte hatte er unter dem Knöchel eine offene Blase und der Knöchel war rot entzündet. Die Abfahrt war dennoch gut, da der Schnee schön pulvrig war und die Strasse eine gute Rennstrecke abgab.

Am nächsten Tag ging es auf bekannter Route ins Weißenbachtal, Richtung Wertacher Hörnle. Anton ging mit Schneeschuhen, das ging erstaunlich gut, da der Knöchel in den Boots nicht rieb. Schlecht war für ihn als Schneeschuhgeher die schräge Spuranlage zwischendurch. Michael und ich legten ihm eine doppelte Skispur in der er dann gut gehen konnte. Mit Schneeschuhen geht man steiler als mit Skiern. Als die Kinder mit den Skiern eine Spitzkehre zischen Bäumen machen mussten, gingen wir außen herum und holten nicht nur auf, sondern überholten sie! Das tat gut!

Auch der Wechsel in die Skistiefel am Gipfel ging klaglos. Die Abfahrt war super, der Schnee noch schön pulvrig. Unten auf dem Ziehweg beteiligte sich Anton am Rennen, das Ludwig Bertle mit den Kindern veranstaltete. Zum Glück sah ich nicht, wie er da runter preschte, da ich bei den Langsamen hinten blieb. Die Bindung einer anderen Teilnehmerin (Franziska) war bei einem Sturz gebrochen, sie war glücklich, dass sie Antons Schneeschuhe bergab übernehmen konnte.

Am dritten und letzten Tag machten wir ein Piepssuche, die allerdings nicht toll war, da wir die Piepser aus Sicherheitsgründen in Aludosen verpackten, was sich als schwerer Fehler erwies. Denn: Das Signal wurde durch die Blechdose stark gestört! Übrigens gab auch das Umwickeln mit einer Isoliertüte von Aldi eine fast ebenso starke Signalminderung. Trotzdem hatte die Alditüte was Gutes: Zum Rodeln erwies sie sich als sehr geeignet!

Anton, Constanze und Michael
Ulf, Lars und Alexandra (Ali) Wunderlich aus Hallstadt bei Bamberg
Franziska und Markus aus Tübingen
Bergführer Ludwig Bertle
Kinderbetreuung Sophie Müller

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.