Wanderung durch das Pfrühlmoos

Seniorentour am Samstag, 06.Juni 2009 – Abfahrt 06:59 Uhr Erding bis München Hauptbahnhof. Dort wurden wir von einer Fahrplanänderung überrascht …

Aufgrund von Bauarbeiten  -Erneuerung der Oberleitung, einschliesslich neuer Masten-  war  der Teilabschnitt Tutzing-Weilheim leider gesperrt. Die Weiterfahrt erfolgte über den  Schienenersatzverkehr (SEV). In Tutzing waren schon Busse bereitgestellt und wir waren  in verschiedenen Bussen verteilt. In Weilheim ging’s mit der RB weiter bis Eschenlohe unserem Ausgangspunkt, Ankunft 09:45 Uhr. Günther half mit, dass uns keiner verloren ging, danke.

Der Wetterbericht war wieder mal zum Haare ausreissen, wir setzten auf Risiko. Es wurde beschlossen bis nach Farchant zu gehen, wo wir im Wirtshaus Kuhflucht angemeldet waren. Frisch-fromm-fröhlich marschierten wir durch Eschenlohe und über die Römerstrasse, dann verliessen wir die sympathische Gemeinde mit ihrem ländlich-dörflichen Charakter.

Wir folgten dem Wegweiser „Sieben Quellen“. Ein unbeschwerlicher, brettlebener Weg unterhalb des Krottenkopfmassivs zieht am Hochmoor entlang bis Oberau. Die weite Talniederung der Loisach lag uns zu Füssen. Gegenüber grüsste das Etttaler Manndl. Die Kramerspitz fiel in unser Blickfeld. Wir wanderten durch bunt blühende Wiesen dem Pfrühlmoos entgegen.

Durch das Moos windet sich der Mühlbach, dessen Ursprung bei den „Sieben Quellen“ liegt, wobei er vielfach kleine Weiher bildet. Am grossen Quelltümpel, auf dem ein kleiner Steg hinausführt, spiegelten sich zauberhaft Laubbäume und Schilf. Durch das klare Wasser war der Grund schön zu sehen. Bei den „Sieben Quellen“ angekommen, sprudelt das Wasser rechts und links aus der Erde.

Unsere Wanderung führte einige Kilometer am Pfrühlmoos entlang und bescherte uns eine reichhaltige Blumenflora. Günther war in seinem Element, uns die Vielfalt einiger Exemplare zu erklären. Die typischen Krüppelkiefern verleihen dem Moos einen besonderen Reiz. Ein grosser Holztisch mit Bänken lud zur Pause ein. Es fing zu tröpfeln an, mit Regenschirm gings weiter.

Am Lauterbach ein Stopp fürs Gruppenfoto. Kurz vorm Golfplatz kams dann wie es kommen musste. Der Himmel öffnete seine Schleusen und das Wasser prasselte auf uns hernieder. Wir verpackten uns und unsere Rucksäcke wasserfest. Wir waren noch in der Hoffnung, dass sich das Wetter wieder beruhigen würde, aber denkste, der Schleusenwärter hat den Mechanismus nicht mehr gefunden, so ein Penner.

Ab Oberau wanderten wir eine gute Stunde durch Pfützen immer an der Loisach aufwärts nach Farchant. Das Plätschern des Regens kombiniert mit dem Rauschen der Loisach ergab einen tollen Sound. Um 14:15 Uhr waren wir im Gasthaus angekommen. Man war schon vorbereitet, dass wir mit allen Wassern „gewaschen“ waren. Das Essen war gut, das Personal und die Wirtin sehr zuvorkommend.

Farchant hat schon Jahre keinen Bahnhof mehr und so muss man mit dem Bus nach Oberau fahren. Zur allgemeinen „Freude“ stellte sich heraus, dass am Samstag ein Bus ausfiel, aber an diesem Tag konnte uns gar nichts mehr erschüttern. Ein Gutes hatte der Tag, wir werden ihn nicht vergessen. Nachhause gings wie gehabt. 19:43 Uhr hatte uns Erding wieder.

Zur Loisach sei noch gesagt, dass auch sie, wie viele oberbayerischen Flüsse, ihren Namen den Kelten verdankt: >libius-aha<, was soviel bedeutet wie „liebliche Au“. Aha, des wärs gwesn.

Sehr pfrühle Leute

Tourenleitung und Bericht: Inge Döllel
36 Teilnehmer: Bacher Helga, Bachmayr Maria, Burghofer Ignaz und Maria, Erl Hermann, Faltlhauser Paul, Felbinger Renate, Floßmann Anna, Gebauer Peter, Groden Gisela, Haas Maria, Hellinger Betty, Irl Karin, Karnacher Ingeborg, Koschek Magdalena, Köppen Jochen, Köster Hans, Kreibich Herbert, Kretschmann Gerti, Loidl Marille, Mau Otti, Mayr Lotti, Neumeier Rita, Ottmann Günther und Christa, Ploner Helga, Schlegel Erna, Scholz Annemarie, Sperle Meta, Teige Karin, Topf Peter und Suzie, Witt Günther, Wörndle Sonja, Zech Martin

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