Bergmesse im schönen Montafon

05.- 06.September 2009 – Wer hätte sich das träumen lassen! Die Tage zuvor waren wettermäßig mehr als schlecht, die Vorhersagen kündigten unterschiedlich starke Bewölkung, aber trockene Witterung an … und wir hatten an beiden Tagen strahlendes Wetter – wenn man das nicht Glück nennt!

Das Montafon ist eine traumhaft schöne Ecke im Südwesten Österreichs. Kurz nach Bludenz mündet die Straße ins Tal der Ill. Anmutig kleine Orte im Talgrund, typische Streusiedlungen auf den sonnendurchfluteten Höhen, darüber herrlich gelegene Maisäß (Sommersitz der Almer/Sennen), umkränzt von den mächtigen Gebirgsstöcken der Silvretta, des Rätikons und der Verwallgruppe, das alles macht das Tal so einmalig schön. Der höchste Berg von allen ist der Piz Buin mit 3312 m.

Ankunft in Bartholomäberg

So hoch hinaus wollten wir uns aber nicht wagen! Der Linner-Bus brachte uns zunächst ganz bequem hinauf nach St. Bartholomäberg (1087 m, seit 3500 Jahren dauerhaft besiedelt). Von hier aus bewegte sich der 52-Frau/Mann starke Kranzlerwurm über den Lindaweg hinauf zum 1487 m hohen Rellseck mit der kleinen Holzkapelle, einem Aussichtspunkt par excellence!

Schöner Flecken

Dort fand unsere Bergmessfeier statt, musikalisch umrahmt von der örtlichen Jugend-Musikkapelle und Kuhglockengebimmel. Kleine Mädchen und Buben trieben ihre Geißen auf die Weide, fast wie bei „Heidi“. Zelebrant war zum 31. Mal „unser“ Pfarrer Bernhard Weichselbaumer. Diesmal stand seine Predigt unter dem Motto „Miteinander reden – Brücken bauen“, ein guter Rat mit auf den Weg in den Alltag.

Pfarrer Weichselbaumer mit Musikanten

Anschließend war fröhliche Einkehr auf der sonnigen Terrasse des nahen Alpengasthauses, dann Abstieg mit einem Schlenker zum Fritzensee (welche Sicht!) und zurück zum Ausgangspunkt.

Am Fritzensee 

Wir besuchten die prachtvolle Barockkirche, nach der romanischen und gotischen Kirche die dritte, gilt in ganz Vorarlberg als unvergleichbar.

 Blick von der Kirche ins Rätikon

Dann Abfahrt ins Tal und weiter nach Gaschurn zum gebuchten Hotel Daneu (sehr gute Unterkunft). Nach dem Abendessen saß man noch gemütlich beisammen. Dabei überreichte 1.Vorsitzender Hans Sterr an Pfarrer Bernhard Weichselbaumer die „Urkunde zum Ehrenmitglied“ (in der Hauptversammlung 2009 war er dazu ernannt worden).

Ehrung

Anderntags sollte es auf verschiedenen Wegen zur Lindauer Hütte gehen. Sollte …! Die Golmerbahn machte uns aber einen dicken Strich durch die Rechnung, die fiel nämlich in allen zwei Sektionen wegen Blitzschadens zur Gänze aus. So entschied man, alle wandern durch das wunderbare Gauertal bergwärts, aber nicht alle bis zur Lindauer Hütte (auf 1744 mH).

Mit TL Leo Rauschecker gingen 35 Teilnehmer auf breitem Weg hinauf bis auf etwa 1500 Meter (man konnte auch schon früher abbiegen, was einige nutzten) und wanderten auf der anderen Talseite hinunter zur herrlich gelegenen Gauertalhütte auf 1222 mH (statt mit der Golmerbahn hinauf zum Grüneck und zur Lindauer Hütte). – TL Hans Sterr bot den Aufstieg zur Lindauer Hütte und auf der anderen Talseite zurück zur Talstation, das war „planmäßig“. – TL Hans Mau hatte geplant: Auffahrt zum Grüneck/ Aufstieg Golmerjoch/ Übergang Lastschätzkopf/ Kreuzjoch/ Geißspitze zur Lindauer Hütte. Stattdessen wanderte seine Gruppe auch übers Gauertal hinauf. Beide Gruppen waren gegen 11:00 Uhr am Ziel zu Füßen der mächtigen Drusenfluh (Einkehr).

Blick zu den Drei Türmen

Das Erlebnis Gauertal, vom Gebirgsbach Rasafei durchflossen, mit saftigen Wiesen und urigen Almen, entschädigte reichlich, hatte man doch stets „den schönsten Talschluss der Ostalpen“, die markante Sulzfluh und das Bollwerk der Drusenfluh mit den Drei Türmen im Blickfeld, einfach gigantisch! Letztendlich trafen sich alle am Nachmittag an der Gauertalhütte und marschierten nach und nach hinunter zur Talstation (994 m). Unser souveräner Busfahrer Dieter kutschierte die ganze Gesellschaft wieder sicher nach Hause (20:30 Uhr in Erding).

Blick von Bartholomäberg

An dieser Stelle Dank an die Tourenleiter Hans Mau und Hans Sterr, besonders aber an Leo Rauschecker für die Betreuung der großen Gruppe! Und an Bernhard Weichselbaumer tausend Dank für all die Jahre Bergmessfeier irgendwo im Gebirge! (Anmerkung Hans Sterr: Und herzlichsten Dank an Erika Wenhart für die wieder wunderbar gelungene Organisation der Bergmessfahrt!)

Organisation und Bericht: Erika Wenhart
Fotos: Hans Sterr

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