Kontrastprogramm: Bergmesse und Raften

Kranzlerkids -Wochenende 10./11.7.2010 – Endlich Sommer! Nach wochenlangem Regen (dem wieder einmal unser Biwak zum Opfer fiel) endlich Sonne. Leider des guten zu viel! Selbst in den Loferer Steinbergen drückt die Hitze schon am frühen Morgen, als wir uns gegen 9 Uhr in Bad Hochmoos treffen, um die diesjährige Bergmesse zu feiern. Zum Glück haben Leo und Erika einen schattigen Weg ausgesucht und so sind wir flugs oben im Kirchental.

Sehr beeindruckend, die Lage von Maria Kirchental! Und erst die Aussicht! Seit Jahrhunderten wallfahren die Katholiken hierher, stattliche Unterkünfte  und uralte Kioske , an denen Devotionalien ebenso verkauft werden wie moderner Kitsch, zeugen vom regen Zulauf. In der Kirche wäre es angenehm kühl, aber wer konnte mit solcher Hitze rechnen? Wir haben doch Alphornbläser als Begleiter und die wollen in freier Natur gehört werden. So verteilt sich die „Gemeinde“ vor allem im Schatten rings um die herrliche Wiese, auf welcher der Pfarrer die Messe hält. Ein Erlebnis der besonderen Art!

Familie Mayr besucht anschließend das Marterl, das für den Opa Mayr in den Loferer Steinbergen steht. Er ist 1984 bei einer Skitour hier tödlich verunglückt. Wir anderen suchen Kühlung vor der Hitze am Schiederbach. An diesem Bach ist ein kleiner Badesee angelegt worden, worin die Kinder gefahrlos spielen können. Zum Baden wäre der Bach zu flach, doch reicht bei 12 Grad Wassertemperatur die geringe Höhe des Wasserstandes vollkommen zur Abkühlung aus.

Kraxeln

Es ist immer noch heiß als wir zu unserem Campinggrund, der Ferienwiese des österreichischen Alpenvereins, in Weißbach aufbrechen. 2 Familien hatten die Zelte schon eine Nacht vorher hier aufgeschlagen, wir Nachkömmlinge werden von ihnen eingewiesen. Geschirr und eigene Küche sind vorhanden, der Platz ist für Gruppen eingerichtet. Wir grillen am Abend, selbst dafür ist es eigentlich noch zu warm. Ein bisschen Lagerfeuerromantik entwickelt sich, als es kühler wird. Wir singen aus unserem eigenen Liederbuch ein paar Hits, die immer gehen (z.B. „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad…“).

Sonntag morgen. Strahlende Sonne! Doch heute ist sie gerne gesehen, denn es geht zum Raften auf die eisige Saalach. Am Platz sind die ÖAVler bestens gerüstet für das Wildwasser; Boote, Neoprenanzüge, Helme und vor allem qualifizierte Führer sind vorhanden. Erheiternd ist bereits die Einkleidung, schaut Euch mal das Foto an!

Gummi-Menschen

Fußkranke und Nicht-Wildwassertaugliche werden ausgemustert. So bleibt Hella und mir nur die Besichtigung der Seisenbergklamm, um uns ausreichend abzukühlen. Das Raften ist natürlich der Hit! Neben Schwimmen im Wildwasser macht der Leiter einige Spiele mit den Bootsfahrern: Rundlauf auf dem äußeren Gummiwulst, bull riding, wheely mit dem Boot und einiges mehr.Nur zu kurz war es, nächstes Mal wollen wir das schwierigere Gewässer ansteuern!

Nach einer ausgiebigen Brotzeit beschließen wir, unsere Abschiedsrunde schon am frühen Nachmittag zu machen, da bei dieser Hitze keiner mehr zum Wandern oder sonstiger körperlicher Bewegung zu gewinnen ist. „Wann und wo, wann und wo, sehen wir uns wieder und sind froh?!“ So recht als Kanon erkennbar ist das Lied zwar nicht, aber als Endpunkt mehrtägiger Fahrten ist es nun schon etabliert und lässt und hoffen, dass auch im nächsten Jahr noch einige Gruppenaktivitäten stattfinden.

Tourenbericht und Leitung: Constanze Klotz
TeilnehmerInnen: Familie Schmidbauer (3 Personen), Familie Mayr (4 Personen), Familie Klotz/Grötsch (3 Personen)

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